46 - Das Geheimnis des biologischen Nicht-seins

Mit der Erörterung des Magnetismus unseres Lebensfeldes, des Kosmos, des Menschen selbst, kommen wir an das Grundprinzip dieser Welt. 

Ein Fundament, das jeder führende Mensch, jede Bewegung, Religion intensiv gebraucht. 

Wer die Gesetze des Magnetismus spirituell durchschaut, kann auf die Menschheit große Macht ausüben. 

Wer sich selbst behauptet mit Hilfe der magnetischen Gesetze, ist ein Magier, ein Mensch, der seine Kenntnis des spirituellen Magnetismus anwendet, um seine Mitmenschen anzuziehen, zur eigenen Verherrlichung oder zur eigenen Bekräftigung. 

Magisch religiöse Bewegungen sind nichts anderes als enorme Magneten, die die unkundigen, die unwissenden und die ungeordneten magnetischen Elemente anziehen. 

Wer die meisten dieser Weicheisen oder unkundigen Elemente anzieht, beherrscht die Welt, hat die Macht. 

Was die Weltgeschichte denn auch beweist! 

Jede dieser großen magnetischen Weltbewegungen in der Religion hat ihre eigenen magnetischen Gesetze, mit deren Hilfe die Elemente am besten an dem Magneten kleben bleiben. Nur der kundigste Magnet unter ihnen weiß, daß bestimmte Gesetze, Richtlinien und strenge Bestimmungen immer angewendet werden müssen, will der Magnet seine Wirksamkeit behalten. 

Darum ist die heutige Opposition gegen alte religiöse Gesetze nutzlos gegenüber der Kenntnis der magnetischen Beherrscher. 

Der Magier, der weiß, was er tut, läßt das erprobte magnetische Gesetz niemals los. Denn sein Bestehen hängt davon ab. 

Lesen Sie - unter diesem Gesichtspunkt - nur einmal die Zeitungsartikel, die sich auf Rom und die Enzyklika beziehen. Um als Magnet die Weich-Eisen-Elemente, die Masse, gut unter Kontrolle zu behalten, muß man bestimmten Gesetzen folgen, denen zufolge die Masse die so notwendigen magnetischen Kraftlinien bildet. 

Die magnetischen Kraftlinien werden durch das Denken, den Willen, das Herz des Menschen gebildet. Diese Linien bestimmen seine chemische Bluts-Zusammensetzung, wodurch ebenfalls, und das ist vollkommnen logisch, von solch einem Menschen eine bestimmte Strahlungskraft ausgeht, die angenehm sowie unangenehm berührt. 

Ihr von dem Magneten bezwungenes Blutswesen strahlt seine eigenen ätherischen Kräfte aus, die auf den Beobachter einen "toten" und das bedeutet einen gefangenen, beklemmenden Eindruck macht. 

Dieses ist völlig richtig, weil die "Bewegung" fehlt. 

In diesem Menschen fehlt die individuelle magnetische Bewegung, die in jedem selbständigen Magneten vorhanden sein muß. Dies ist eine magnetische Ordnung, die auf innereigene Impulse hört. Seelen-Impulse kann man sagen, wodurch eine Strahlungskraft entsteht, die, wenn nicht leuchtend, so doch bewegend oder tätig anmutet. 

Die so nachdrücklich verlangte Gruppeneinheit, nach der so viele religiöse Bewegungen streben, ist nichts anderes als eine Kompensation für das Fehlen des Individualismus. Die erzwungene, auferlegte und forcierte Gruppeneinheit muß anwesend sein, will der Magnet genügend leitende Wirksamkeit ausüben können. 

Jedes organisatorische Gesetz einer magnetischen Bewegung hat dann auch zum Ziel, die gemeinsame magnetische Kraft der Weich-Eisen oder unbewußten Elemente instand zu halten.  

Man duldet keine Durchkreuzung dieses Prinzips durch eine individuelle Ausrichtung, aus Angst vor Schwächung des Magnetismus und aus Angst um die Selbsterhaltung des magnetischen Körpers. 

Dieses Streben nach dem Erhalten des Gruppen-Magnetismus steht jedem göttlichen Bemühen diametral entgegen. 

Gott, als mächtiger elektro-magnetischer Kern, unternimmt nichts zur Selbstbehauptung. Er IST - und jedes Element, das sich zu diesem Kern begeben will, kann es freiwillig tun - oder lassen! 

Das göttliche Gesetz basiert nur auf dem Urwirken des gesamten Universums: Ursache und Wirkung.  

Die untergeordneten Magneten dieser Welt, die nach Lebenserhaltung streben, kennen dieses Gesetz nicht, und wenn doch, so haben sie kein Vertrauen, weil sie die Tiefen des Lebens und die Tiefen Gottes nicht durchschauen. 

Sie bestimmen die Ursache selbst und entfesseln selbst die Folgen. Wer mit dem unirdischen magnetischen göttlichen Feld in Verbindung steht, kennt nur ein Gesetz: Ursache und Wirkung; nicht als mitleidloses Gesetz, das die Welt daraus gemacht hat, sondern als eine innere Wirkung des Lebens, die sich chemisch, spirituell vollzieht. 

Die Ursache aller Handlungen und Umstände liegt verborgen in der Ordnung des individuellen magnetischen Feldes der Menschen. Diese Ordnung bestimmt seine Polarität mit Magneten, die auf der Erde anwesend sind, oder manchmal mit der Schwingung der göttlichen Magneten selbst. 

Sie, die diese Schwingung kennen, kennen darum keine Angst. Denn sie kennen den Kampf um den Lebensunterhalt nicht, weder materiell, noch spirituell. 

Mit dieser Angst ist jedes bewußte Ziel mit dem eigenen Selbst als Mittelpunkt oder der eigenen Bewegung oder Gruppe ausgeschlossen. 

Diese Menschen gehen von dem Prinzip aus: Gott, der Urkern des Alls, IST.  

Sie können eine Bindung hiermit bekommen, wenn Sie Ihr Wesen auf eine bestimmte Weise magnetisch ordnen. 

Das bedeutet: Es müssen vorhanden sein: genügend Einsicht, genügend Liebe, genügend Reinheit, genügend Barmherzigkeit und noch einige Qualitäten, die dem Blut die Schwingung verleihen, durch die die Seele den Magneten des Alls finden kann. 

Um diese Qualitäten in sich selbst zu sammeln, kann man keine Gesetze vorschreiben, denn das Blut, die Zusammensetzung des Blutes läßt sich nicht zwingen. 

Man kann sagen, daß die achtfache Seligpreisung den Schwingungs-Schlüssel bildet, um den Magneten Gottes zu erkennen.  

Vorher übt jeder Mensch Selbst-Erhaltungs-Magnetismus, und das ist gleichzeitig Vampirismus, das Leben auf Kosten anderer. 

Wenn Apollonius von Tyana in seiner Ersten Stunde von Einheit spricht, dann meint er niemals die Gruppen-Einheit der Masse - eine weich-eiserne, gefangengenommene Gruppierung -, die nur eins ist, weil ihr magnetischer Führer sie beherrscht. 

In solch einer Gruppe sind die Dämonen von dem magnetischen Führer gefesselt, aber sie "knien nicht vor Gott"! Sie können nicht knien, weil der Dämon genauso wenig frei ist, wie die Seele dieses Menschen! 

Die mächtige, großartige Überwindung in dieser ersten Stunde des Apollonius von Tyana wird von dem Individiuum erschlossen, das von jedem Magneten "frei" ist. 

Das seinen eigenen Dämonen mutig und furchtlos entgegentritt und ihnen Ehrerbietung abverlangt, durch die furchtlose, und das bedeutet: auf das Licht vertrauende Lebenshaltung. 

Dieser Mensch, dieses Seelen-Individuum kann dies vollbringen, sobald es das Licht kennt, die Schwingung über die eigene Vermittlung kennt.  

Dann ist das bisherige Weich-Eisen-Element zu einem Magneten geworden, einem Magier und tritt somit in ein Feld ein, zu dem nur "Magier" Zugang haben. Dieses Feld ist gleich dem Hochzeitssaal, in den Christian Rosenkreuz hineinging. Das Hineingehen in dieses Feld der Magier ist für den Menschen, für den Pilger eine überwältigende Erfahrung, denn er begreift plötzlich seine eigene Macht, seine Würde, seine Vornehmheit. 

Das ganze Leben des Pilgers ist nichts anderes gewesen als ein Hinwachsen, eine Vorbereitung, um für dieses Feld der Magier geeignet zu werden, zu dem auch die Großen dieser Erde, die sogenanten Spitum-Lauficummacher, all die magischen Magneten, die über viele Gruppierungen der Menschheit herrschen, Zugang haben.  

Erst wenn sich der Pilger von den Magneten dieser Welt, einschließlich des kosmischen Magneten losgerissen hat, beginnt die eigentliche Umwendung. Diese Umwendung kann man nur als Individuum vollziehen, niemals als Gruppe. 

Eine umgewendete, transfigurierte Gruppe besteht aus umgewendeten Individuen, die freiwillig zusammengehen. 

Vorher ist jede Einheit eine notwendige Pflicht für ein bestimmtes Ziel. 

Erst wenn das Individuum erweckt und damit seine Kenntnis erwacht ist und sein magisches, d.h. magnetisches Bewußtsein wiedergeboren ist, kann der Kandidat verstehen, was Einheit bedeutet. 

Diese unaussprechliche Einheit, die freie Einheit, in der jedes Individuum selbständig und "frei" ist, und worin in jedem Individuum die Dämonen vor Gott knien!   

Die Dämonen müssen zuerst frei werden, wenn sie spontan knien können wollen! 

Verstehen Sie dies doch! 

Dämon und Seele müssen frei sein, in Denken, in Fühlen, in der Entfaltung, um einander kennenzulernen. 

Durch diesen Gegensatz Dämon-Seele entsteht in dem Menschen eine Bewegung, eine magnetische Reibung, wodurch Ordnung in die chemischen Elemente, in die Blutszusammensetzung kommt. 

Der Mensch schreibt so sein Erfahrungsleben! 

Ohne diese "Bewegung", diese Reibung oder magnetische Ordnung ist kein spirituelles Wachstum möglich, das verstehen Sie doch? 

Jeder, der Ihnen diese innere Reibung, dieses selbständige Ordnen nimmt, ist ein egozentrisches Wesen, ein Vampir-Magnet! 

Nach dem Erschaffen der Notordnung gibt es im All nur zwei magnetische Kerne, Gott und den Maja-Kern.  

Der erste ist ewig, der zweite zeitlich und verschwimmt, sobald der Mensch auf den göttlichen Magneten reagiert. 

Alle anderen magnetischen Mittler sind überflüssig und haben alle nur ein Ziel: Vergrößerung der eigenen Macht, sei es in dem sichtbaren, sei es in dem unsichtbaren Gebiet. Der Maja-Kern, als elektro-magnetische Konzentration dieser Notordnung, hat so seine magnetischen Vertreter, und es ist - im großen Ganzen gesehen - unwesentlich, an welchem Vampir-Magneten der unwissende Mensch baumelt, wenn er nur innerhalb des Magnetismus gefangen bleibt. 

Das bedeutet nichts anderes als: wenn er nur innerhalb des saturnalen Ringes eingeschlossen bleibt als Typ, als Pilger, als Sucher, als Seele! 

Sobald ein Pilger oder ein Führer versucht, Ihr Denken an Ketten zu legen, Sie daran hindert, das zu lesen, was Sie wollen, zu hören, was Sie wollen, handelt es sich um egoistische Selbstbehauptung, für die Sie Ihre Kraft opfern müssen. Ihr Denken muß sich immer dorthin bewegen können, wohin es will, aber das Schönste ist, wenn Sie bemerken, daß sich Ihr Denken immer wieder in Richtung spiritueller Bilder bewegt, daß es entlang der Stufen hinaufsteigt, die jene ausgehauen haben, die Ihnen vorangingen. 

Diese Vorgänger lassen nichts anderes zurück als die emporführenden Stufen, damit Sie diesen folgen können, wenn Sie wollen! Und es ist für den Pilger ein herrlicher Augenblick, wenn er plötzlich die Stufen sieht, manchmal auch nur eine Stufe, aber wenn er die ersteigt, dann sieht er die folgende und danach wieder die folgende und so weiter! 

Diese Bewußtwerdung, dieses Ersteigen der Jakobsleiter ist niemals das Verdienst eines Führers, sondern immer das Verdienst der Seele selbst.  

Wer durch Lehren, Ratschläge, manchmal rügende die Seele in Bewegung, in selbständiger innerer Reibung hält, d.h. lebendig hält, folgt nur dem göttlichen Gesetz, das in seinem Herzen geschrieben steht. Er kann keine Seele und keinen Mitmenschen gefangennehmen, weil er weiß, daß die Freiheit der inneren Bewegung notwendig ist. 

Und weil er nicht auf Selbstbehauptung aus ist, sondern nur auf das Seelen-Wachstum gerichtet ist, interessiert ihn der Vampirismus absolut nicht. 

Er kann nur die sich befreienden magnetischen Elemente lehren, wie sie ihre Bestandteile ordnen können. Ihnen sagen, was vorhanden sein muß, um sich der göttlichen Schwingung zu nähern. 

Und weiter kann, ja, darf er nichts tun. 

Sobald er einen FehItritt macht - sobald sein eigenes Ich ihn auf den Weg des Vampir-Magnetismus führt -, verliert er die hohe Schwingung des Gottesmagneten. 

An die Stelle rückt ein okkult-egozentrischer Magnetismus und ein strenges äußerliches Gesetz, eine auferlegte Disziplin wird notwendig. 

Darum, lassen Sie sich wiederum tief davon durchdringen: Sie sind durch uns, durch diese Gemeinschaft zu nichts verpflichtet. Sie verpflichten sich selbst zu bestimmten Lebensnormen, und diese Normen werden immer höher über die Normen dieser Welt emporsteigen, wenn Sie selbständig der göttlichen Schwingung entgegenwachsen. 

Und gäbe es vielleicht auch bestimmte Dinge, die Sie nun noch tun, obwohl Sie wissen, daß es verkehrt, hinderlich ist, einmal kommt der Augenblick, da Sie diese Dinge nicht mehr tun, weil Sie großen Abscheu davor haben! 

Diese Veränderung in Ihnen bestimmt Ihren Fortschritt auf dem Pfad, und daran können Sie sich selbst prüfen. Auf diese Weise wachsen wir - individuell - der in der Welt unbekannten Einheit entgegen, in der unsere Dämonen - freiwillig - niederknien, worauf sich das Feld der göttlichen Harmonie als ein beschirmender Mantel über uns ausbreitet. Und der Ring der saturnalen Gefangenschaft zerbricht, der Durchgang ist vollzogen: Der saturnale Notordnungs-Magnetismus zieht uns nicht mehr, aber der göttliche Magnet durchschwingt uns mit seiner magisch leuchtenden Kraft. 

Mögen Sie verstehen!

©1970 - 2019 Henk und Mia Leene